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15.07.2026

Sind die Saiten verrostet? Was Sie dagegen tun können (und gängige Irrtümer)

Du nimmst nach einer Pause deine Gitarre wieder in die Hand, schlägst einen Akkord an und hörst ein dumpfes, kratziges Geräusch. Du schaust genauer hin – Rost. Keine Panik. Hier erfährst du, was du wissen musst.

Gängige Mythen – widerlegt

Mythos 1: „Wechsle die Saiten nur, wenn eine reißt.“

Realität: Bis eine Saite reißt, ist sie schon wochenlang abgenutzt. Gelegenheitsspieler sollten sie alle 1–2 Monate wechseln, Profis alle 3–5 Auftritte.

Mythos 2: „Rost bedeutet minderwertige Saiten.“

Realität: Selbst hochwertige beschichtete Saiten rosten irgendwann. Die Qualität beeinflusst die Lebensdauer, nicht die Rostbeständigkeit.

Mythos 3: „Ersetze einfach das kaputte Teil.“

Fakt ist: Saiten altern als Satz. Eine neue Saite zusammen mit fünf alten erzeugt ein Ungleichgewicht in Klang, Spielgefühl und Spannung. Tauschen Sie den gesamten Satz aus.

Mythos 4: „Die Saiten lockern, wenn man nicht spielt.“

Tatsache ist: Gitarren sind für Spannung ausgelegt. Ständiges Lockern und Nachstimmen belastet den Hals. Lassen Sie die Gitarre gestimmt, es sei denn, Sie lagern sie monatelang ein.

Mythos 5: „Händewaschen verhindert Rost.“

Die Realität sieht so aus: Es hilft, aber das Abwischen der Saiten nach dem Spielen leistet die eigentliche Arbeit.

30-Sekunden-Routine

Vor dem Spielen: Hände waschen und abtrocknen.

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